Mobilitätsmanagement

Bosch hat eine direkte Busverbindung zwischen der Stuttgarter Innenstadt und dem Bosch-Campus in Renningen-Malmsheim, Foto_faktum_Jürgen Bach

 

Betriebliches Mobilitätsmanagement beinhaltet Konzepte, Instrumente und Maßnahmen, um

  • das Mobilitätsverhalten und die täglichen Routinen der Beschäftigten zu verändern,
  • Angebote für Beschäftigte zu entwickeln, damit sich deren Verkehrsmittelwahl in Richtung ÖPNV, Rad- / Fußverkehr sowie Fahrgemeinschaften (Umweltverbund) verschiebt.

Es umfasst

  • sämtliche Pendler- und Besucherverkehre,
  • Dienstreisen
  • und das Fuhrparkmanagement.

Dabei gilt es, individuelle Lösungen aus einem breiten Spektrum möglicher Maßnahmen zu entwickeln:

  • Mobilitätsberatung für (neue) Beschäftigte
  • Parkraumbewirtschaftung/Stellplatzmanagement
  • Förderung des ÖPNV (Jobticket)
  • Förderung von Fahrgemeinschaften
  • Dienstfahrräder, Fahrradabstellanlagen, Duschen, Radservice
  • Dienstwagenrichtlinie
  • (Corporate) Carsharing / effizientes Flottenmanagement
  • elektrische Ladeinfrastruktur

Die Kommunen und Kreisverwaltungen nehmen eine besondere Rolle bei der Umsetzung von betrieblichem Mobilitätsmanagement ein: Zum einen übernehmen sie eine Vorbildfunktion und setzen selbst geeignete Maßnahmen an ihren Verwaltungsstandorten um. Zum anderen beraten sie Unternehmen und Betriebe vor Ort hinsichtlich geeigneter Maßnahmen, stellen als Lotsen Kontakte innerhalb ihrer eigenen Verwaltungen sowie zu den zuständigen Verkehrsunternehmen her und  organisieren lokale Netzwerke für den Wissens- und Erfahrungsaustausch vor Ort. Die WRS unterstützt diese Aktivitäten  durch regionale Initiativen und Netzwerkaktivitäten.

Damit verbindet das betriebliche Mobilitätsmanagement regionales / kommunales Engagement:

  • Mobilitätsstrategie,
  • Klima-/Luftreinhalteziele,
  • Stadtentwicklungsprozesse

mit einzelbetrieblichen Interessen:

  • Erreichbarkeit, effiziente Anbindung,
  • Kosteneinsparungen durch Reduktion von Parkflächen, Treibstoff, Reisekosten,
  • Gesundheitsmanagement: gesündere, zufriedene, motivierte Beschäftigte,
  • Umweltschutz / Nachhaltigkeitsbericht,
  • Stärkung der Arbeitgebermarke: Fachkräfte.

Die typische Prozessschritte zur Implementierung von betrieblichem Mobilitätsmanagement sind:

  • Problemanalyse / gemeinsames Problemverständnis
  • Zielfindung / Akzeptanz sicherstellen
  • Bestandsaufnahme (Wohnort- / Standortanalyse, Mitarbeiterbefragung: aktuelles Verkehrsverhalten, Umsteigepotenzial) und Potenzialermittlung
  • Priorisierung und Strategieentwicklung
  • Entwicklung und Umsetzung ausgewählter Maßnahmen (Pull-Maßnahmen: Angebote / z.B. materielle Anreize; Push-Maßnahmen: Restriktionen, z.B. Stellplatzbegrenzung, Bepreisung von Parkplätzen).
  • Überprüfung und Verankerung der Maßnahmen im Unternehmen

Voraussetzung für die effiziente Implementierung ist ein Change Management Prozess im Unternehmen, der auf eine aktive Beteiligung der Beschäftigten und auf eine transparente Kommunikation setzt:

  • Projektorganisation (Projektleitung, Kernteam, erweitertes Projektteam)
  • Promotion durch Führungskräfte: Präsentation vor der Belegschaft, Freigabe von Ressourcen, Vorbildfunktion
  • „Betroffene zu Beteiligten machen“: Einbinden von Schlüsselpersonen ins Projektteam
  • Schnelle Erfolge kommunizieren
  • Kontinuierliche Information und Kommunikation (Betriebsversammlung, Intrawiki, persönliche Gespräche,…)

Weitere Informationen zum betrieblichem Mobilitätsmanagement finden Sie auf der Webseite des bundesgeförderten Programms „mobil gewinnt“ (Beispiele, Kurzfilm, WIKI).

Auf der Webseite des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg finden Sie Informationen rund um das betriebliche Mobilitätsmanagement sowie zum Förderprogramm B2MM: Betriebliches und behördliches Mobilitätsmanagement.