Vernetzte Mobilität – Intermodale Mobilitätspunkte

Bahnhof Fellbach @Peter D. Hartung

Das Verkehrsmittel der Wahl wird immer weniger ausschließlich das eigene Auto sein, immer mehr wird stattdessen ein Mix verschiedener Möglichkeiten und Angebote genutzt werden. Das Motto dabei lautet: Kleiner, flexibler und vielseitiger. Carsharing, Ruftaxis, Leihräder oder Leihpedelecs sind neben den klassischen U-Bahnen, Bussen und Taxis die bekanntesten Vertreter der neuen Mobilität, die allesamt eines gemeinsam haben: Richtig Sinn machen sie vor allem dann, wenn die verschiedenen Mobilitätsangebote miteinander verknüpft werden und bei Bedarf unkompliziert und flexibel genutzt werden können.

Herzstück dieser neuen Infrastruktur sind die so genannten Intermodalen Mobilitätspunkte, die an zentralen Orten individuelle Angebote wie Carsharing oder Radverleihsysteme mit dem ÖPNV verbinden. Zur Ausstattung solcher Mobilitätsdrehscheiben gehören auch P&R-Plätze, Taxistände sowie Ladesäulen für elektrische Fahrzeuge. Vielfach sind es die Bahnhöfe in den Kommunen, Landkreisen und Ballungsräumen, die zu Mobilitätspunkten ausgebaut werden können, an denen Pendler und Reisende das Verkehrsmittel ihrer Wahl finden.

 

Die Region Stuttgart setzt im Schulterschluss mit ihren Partnern auf die vernetzte Mobilität der Zukunft

Am regionalen „Intermodalen Mobilitätspunkt“ liegt vieles buchstäblich auf dem Weg. Man kann dort das eigene Auto oder Fahrrad abstellen, ehe man mit Bus und Bahn zum Zielort aufbricht. Man kann schnell noch etwas einkaufen, nebenbei das Fahrrad in der Servicestation für den Winter überholen lassen, ein Ruftaxi bestellen, ein Pedelec ordern oder einen E-Pkw an der Verleihstation abholen. Wer möchte, bucht und bezahlt über das Smartphone oder mit der polygoCard des Verkehrs- und Tarifverbunds Stuttgart (VVS). Was nach Zukunftsmusik klingt, wird in der Region Stuttgart bereits umgesetzt: Der Verband Region Stuttgart baut mit seinen kommunalen Partnern bis zum Jahr 2021 ein Netzwerk von 13 modernen Mobilitätsdrehscheiben an wichtigen Bahnhaltestellen auf, um den ÖPNV für die Fahrgäste attraktiver zu machen und das Umsteigen zwischen den einzelnen Mobilitätsangeboten zu erleichtern.

Neue Mobilität sichtbar machen – Regionales Mobility Branding

Die Idee ist es, eine gemeinsame Dachmarke mit einheitlichen Standards zu entwickeln. Vier Bereiche spielen dabei eine wesentliche Rolle:

  • Service und Sicherheit,
  • Information,
  • Intermodalität und
  • regionale Vernetzung.

Als verbindendes Element mit regionalem Branding erhalten alle 13 Mobilitätspunkte eine elektronische Informationsstele, über die man die Mobilitätsangebote buchen und bezahlen kann. Mit regionalen Mitteln aus der Modellregion für nachhaltige Mobilität werden in folgenden Kommunen intermodale Mobilitätspunkte aufgebaut:

  • Backnang
  • Böblingen
  • Gingen an der Fils
  • Göppingen
  • Kernen im Remstal
  • Leinfelden-Echterdingen
  • Leonberg
  • Sindelfingen
  • Waiblingen

In vier Kommunen der Region werden weitere Mobilitätspunkte mit zusätzlichen europäischen Fördermitteln (EFRE) aufgebaut:

  • Eislingen
  • Esslingen
  • Fellbach
  • Ludwigsburg

Leinfelden-Echterdingen, Echterdingen, Mobilitätskonzept der Stadt LE (Straße, Schiene, Rad- und Fußwege)
Fotograf: Günter E. Bergmann