BMM-Projekte

Nachhaltige Mobilität als Standortfaktor – Kommunen und Betriebe setzen auf Mobilitätsmanagement

Projekte (Regionales Kofinanzierungsprogramm Modellregion für nachhaltige Mobilität, 2012 – 2021)

 

Fahrradparkhaus Ludwigsburg/Dietmar Strauß

Überbetriebliches Mobilitätsmanagement in der Weststadt Ludwigsburg
(Laufzeit 2020-2021)

Die Stadtverwaltung Ludwigsburg setzt in ihrem Fachbereich Nachhaltige Mobilität auf den Aufbau eines überbetrieblichen Mobilitätsmanagements am Gewerbestandort Weststadt. Ziel des Modellvorhabens ist die bessere Erreichbarkeit des Standorts für alle Zielgruppen, wobei alle Verkehrsträger eingebunden werden sollen. Gleichzeitig sollen die Aufenthaltsqualität verbessert und der Parksuchverkehr reduziert werden. Hierfür setzt die Stadt auf eine firmenübergreifende Workshopreihe am Gewerbestandort Weststadt zur Entwicklung von Maßnahmen eines gemeinsamen, efffizienten und nachhaltigen Mobilitätsmanagements, auf den Aufbau weiterer RegioRad-Verleihstationen sowie auf eine firmenübergreifende, webbasierte Infomations- und Kommunkationsplattform im Quartier.

 

Betriebliches Mobilitätsmanagement in Ludwigsburg – gemeinsam zum Erfolg (Laufzeit 2013-2015)

Mobil in Ludwigsburg

Bereits seit 2007 unterstützt die Stadt Ludwigsburg vor allem größere Unternehmen bei der Durchführung eines effizienten und nachhaltigen Mobilitätsmanagements. In den Folgejahren hat die Kommune ein umfassendes kommunales Mobilitätsmanagement-Konzept entwickelt. Seit 2013 ist die Stadtverwaltung im regionalen Förderprojekt „Betriebliches Mobilitätsmanagement“ engagiert – und das mit großem Erfolg. Ludwigsburg unterstützt kleine, mittelständische und große Betriebe in Kooperation mit Verkehrsunternehmen und weiteren Partnern mit einer umfassenden Mobilitätsberatung. Darüber hinaus hat die Stadtverwaltung im großen Stil in Unternehmen sowie bei Mitarbeitern und  Pendlern Befragungen durchgeführt. Die gewonnenen Erkenntnisse bilden die Basis für die Analyse und Gestaltung der Verkehrsverbindungen, für die effiziente Anbindung der Betriebe an den ÖPNV sowie für die Erarbeitung von Maßnahmen zur Optimierung der Erreichbarkeit und zur besseren Vernetzung aller Verkehrsmittel (ÖPNV, Rad- und Fußverkehr) im gesamten Stadtgebiet.

 

Betriebliche Mobilitätsstrategie der Württembergischen Staatstheater Stuttgart (Laufzeit 2019 – 2020)

Staatstheater Stuttgart/Christoph Schmidt

Das Projektvorhaben umfasst sowohl die täglichen Wege der Beschäftigten (Pendler) zur Arbeit, als auch die Dienstfahrten und den betrieblichen Fuhrpark. So sollen die Pendler durch eine stärkere Bewerbung des Jobtickets dazu motiviert werden, anstatt mit dem Auto, mit dem Bus oder mit der Bahn ins Zentrum der Landeshauptstadt zu fahren. Durch attraktive Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und durch den Aufbau einer Ladeinfrastruktur für E-Bikes wird der Radverkehr gefördert. Auch die Dienstfahrten sollen möglichst mit dem ÖPNV oder mit dem Zweirad erledigt werden, hierfür werden zwei neue Elektro-Lastenpedelecs angeschafft. Eine weitere Säule der betrieblichen Mobilitätsstrategie ist das nachhaltige Fuhrparkmanagement: auf der Basis einer Fuhrparkanalyse werden drei elektrische Pkw angeschafft und die passende Ladeinfrastruktur aufgebaut. Längerfristig verfolgen die Staatstheater das Ziel, das erste Theater Baden-Württembergs mit einem voll elektrischen Fuhrpark zu sein.

Pressetermin zur Präsentation der neuen Elektrofahrzeuge unter News .

Die Württembergischen Staatstheater Stuttgart sind mit den Sparten Oper, Ballett und Schauspiel das größte Drei-Sparten-Theater Europas. Mit etwa 1000 Vorstellungen pro Jahr erreicht der Theaterbetrieb rund 500.000 Zuschauer. Mit über 1.350 Beschäftigten aus mehr als 50 Nationen, sind die Staatstheater einer der größten Arbeitgeber in zentraler Innenstadtlage der Landeshauptstadt und setzen auf ein nachhaltiges betriebliches Mobilitätsmanagement.

 

e-mobil@business in Nürtingen: Mit dem elektrischen Kleinbus in die Bachhalde (Laufzeit: 2013-2015)

eBus am Bahnhof Nürtingen

Gewerbegebiete sind oft nur schwierig und zeitaufwändig mit dem ÖPNV zu erreichen, das war auch beim Gewerbegebiet „Bachhalde“ in Nürtingen der Fall. Die Stadt setzt auf betriebliches Mobilitätsmanagement und als zentralen Baustein auf die Förderung der Elektromobilität im ÖPNV. Von April 2016 bis Mitte 2019 waren zwei elektrische Kleinbusse auf der neuen Linie 169 zu den Stoßzeiten des Berufspendelverkehrs am Vormittag und am Nachmittag zwischen dem Bahnhof Nürtingen und der Bachhalde on Tour. Damit war die Bachhalde für Pendler, Kunden und Reisende reibungslos mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar – und das integriert in den VVS-Tarif. Zusätzlich zum elektrischen Kleinbus wurden  weitere Maßnahmen des integrierten Mobilitätskonzepts gestärkt, wie Fahrgemeinschaften und die Förderung des Radverkehrs, um möglichst viele Berufspendler zum Umstieg auf nachhaltige Transportmittel zu bewegen.