Voraussetzungen/Mindeststandards & Förderkriterien

Voraussetzungen/Mindeststandards zur Förderung intermodaler regionaler Mobilitätspunkte

  1. Am künftigen Mobilitätspunkt liegt bereits die Verknüpfung mehrerer Verkehrsmittel mit dem Schienenverkehr vor.
  2. Mobilitätspunkte werden an Stationen der S-Bahn, des Regionalverkehres, der Stadtbahn oder von Nebenbahnen, d. h. in aller Regel an Schienenverkehrshalten eingerichtet.
  3. Für den Mobilitätspunkt ist ein stadtplanerisches Konzept vorzulegen, in dem auch die verkehrliche Wirkung nachgewiesen wird. Die Zielsetzungen des Regionalplans und des Regionalverkehrsplans sind einzuhalten. Es wird Wert darauf gelegt, dass die Einrichtungen des Mobilitätspunktes kompakt und nutzungsgerecht angelegt werden.
  4. Die Mobilitätspunkte erhalten eine regionale Identität durch ein gemeinsames Logo/Branding und durch die Nutzbarkeit der polygo-Card für Information, Buchung und Bezahlung.
  5. Sofern bereits regionale Ausstattungselemente entwickelt sind, sind diese für den Mobilitätspunkt zu berücksichtigen (z.B. regionale Pedelec-Verleihstationen mit One-Way-Leihe).
  6. Die Mobilitätspunkte erhalten einen Pavillon, in dem die zentralen Information-, Buchungs- und Bezahlvorgänge realisiert werden können. Ergänzend – oder an kleineren Mobilitätspunkten alternativ – wird eine Stele für Information, Buchung und ggf. Bezahlung eingerichtet.
  7. Der Mobilitätspunkt muss für neue Mobilität ausgerüstet sein, die der erwarteten Veränderung gesellschaftlicher Bedarfe bis mindestens 2025 entspricht. Dazu zählen insbesondere Sharingsysteme für Fahrzeuge und Dienstleistungen und Elektromobilität (Schnellladestationen) und Anwendungen der IKT. Sofern die Station von einer Expressbuslinie bedient wird, ist dies ebenfalls am Mobilitätspunkt zu berücksichtigen.
  8. Die Kommune verpflichtet sich, den Mobilitätspunkt für eine Dauer von zehn Jahren einzurichten und aufrecht zu erhalten. Sofern Förderungen für den Betrieb des Mobilitätspunktes (Beratung, Verleihsysteme etc.) gewährt werden, verpflichtet sich die Kommune, diesen Betrieb für fünf Jahre aufrecht zu erhalten.
  9. Nach Maßgabe der Arbeitsgruppe Nachhaltige Mobilität können Mobilitätspunkte in verschiedenen Kategorien errichtet werden (bspw. mit Schwerpunkt Tourismus oder Gewerbepark).
  10. Die Kommune verpflichtet sich einen Eigenanteil zu tragen. Die Höhe wird noch festgelegt; sie wird aber mindestens 30 Prozent betragen.

Graphik der vier abzudeckenden Segmente als Download

Die bis Juli 2016 eingereichten Projektvorschläge zu den intermodalen regionalen Moilitätspunkten wurden im September 2016 von der Jury nach folgenden Förderkriterien (← hier zum Download) bewertet:

Förderkriterien_1