Multimodalität

Multimodale Mobilitätskonzepte vernetzen das Angebot an Verkehrsmitteln im Nah- und Fernverkehr – vom Pedelec, über das Elektroauto, bis hin zu Hybrid- / Elektro-Bus und Bahn –  möglichst reibungslos und kostengünstig.

Damit kann der motorisierte Verkehr auf Basis eines klassischen Verbrennungsmotors und die damit einhergehenden Belastungen für Mensch und Umwelt weitgehend reduziert  werden.

Nach Umfragen und Studien hat der Pkw bei der jüngeren Generation sein Image als Statussymbol eingebüßt: Die Dominanz des Autos nimmt ab, insbesondere junge, gebildete Städter wählen situativ die beste Lösung, um an das gewünschte Ziel zu kommen.

Bereits heute bewegt sich in Städten wie Paris und Berlin ca. die Hälfte der Bewohner intermodal und nutzt verschiedene Fortbewegungsmöglichkeiten – ohne ein eigenes Auto zu besitzen. Unterstützt wird dieser Trend durch eine Vielzahl an innerstädtischen Mobilitätsangeboten, die über den ÖPNV hinausgehen, wie Sharing-Konzepte für (Elektro)Autos und (Elektro)Fahrräder. „Individuelle Massenmobilität“ heißt das Schlüsselwort. Nach Prof. Andreas Knie, Geschäftsführer am InnoZ in Berlin, sollen die öffentlichen Individualverkehrsmittel die Schwächen der Massentransportmittel (feste Taktzeiten, aufwendige Anschlussverbindungen in den ländlichen Raum, weniger Fahrten am Abend) aufwiegen.

Die Autohersteller haben bereits auf den sich abzeichnenden Wandel reagiert und propagieren ein neues Selbstverständnis als Mobilitätsdienstleister: BMW (Drive Now), Daimler (Car2Go) oder VW (Quicar) haben die enormen Wachstumspotentiale neuer Mobilitätslösungen erkannt und setzen auf Sharing-Konzepte. Der nächste, zukunftsweisende Schritt liegt in der Vernetzung der verschiedenen Angebote  zu einem integrierten, transparenten und kostengünstigen  Mobilitätsangebot für den Nutzer – das Smartphone als Reservierungs-, Zugangs- und Abrechungsmedium wird hier eine Schlüsselrolle einnehmen.